„Ich wollte stark sein und das alleine schaffen.“

„Ich muss das nicht alleine schaffen.“ 

Katharina kam kurz nach dem Tod ihres Partners in die Trauergruppe – mit dem Gefühl, stark sein zu müssen und alles allein bewältigen zu können. Beim ersten Treffen konnte sie kaum sprechen. Vieles war noch sehr nah, die Gefühle überwältigend. Und gleichzeitig hat sie erlebt: Hier darf das alles sein. Tränen, Stille, Unsicherheit. Ohne Erwartungen. 

Was ihr besonders geholfen hat, war der Austausch mit anderen jungen Erwachsenen.
Menschen in einer ähnlichen Lebensphase, die verstehen, ohne dass viel erklärt werden muss. „Ich habe gemerkt: Es ist heilsam, meine Trauer zu teilen.“ 

Die Gruppe wurde für sie zu einem festen Ort. Ein Ort, der ihr geholfen hat, die Trauer bewusst wahrzunehmen – und ihr einen Platz zu geben. 

Am Anfang hatte sie das Gefühl, sie müsse ständig traurig sein. Dass es ihrem Partner gegenüber nicht richtig wäre, auch wieder zu lachen. 

Heute sieht sie das anders. Sie hat gelernt, dass beides nebeneinander existieren darf: die Trauer – und das Leben. 

„Die Gruppe ist für mich echte Lebenshilfe. Sie gibt mir den Mut, weiterzugehen. Und das Gefühl, dabei nicht allein zu sein.“ 

Der Austausch, die Struktur der Treffen und die Begleitung durch qualifizierte Trauerbegleiterinnen haben ihr Sicherheit gegeben. Und die Erfahrung, ihren eigenen Weg gehen zu dürfen. Heute ist die Trauer noch da. Aber sie bestimmt nicht mehr alles. Sie hat ihren Platz. Und genau dadurch entsteht wieder Raum für Neues.